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Dieter Blumenwitz: Einführung in das anglo-amerikanische RechtBuchrezension von Nicolas Glinka, Universität Freiburg
Das Buch aus der JuS Schriftenreihe „Ausländisches Recht“ beschäftigt sich auf 170 Seiten mit den Methoden der Rechtsfindung und der Rechtsquellenlehre des anglo-amerikanischen Rechtskreises. Nach einer kurzen Einleitung besteht der zweite Teil des vollständig in deutscher Sprache geschriebenen Buches aus einer Einführung in die anglo-amerikanische Rechtsquellenlehre, wobei hier die Kapitel über das Case Law als Rechtsquelle den größten Teil der Darstellung einnehmen, gefolgt von einem Kapitel über das Gesetzesrecht und sonstige Rechtsquellen, wie Gewohnheitsrecht oder Völker- und Europarecht. Der dritte Teil des Buches ist dem Arbeiten mit anglo-amerikanischer Rechtsliteratur gewidmet. Auch hier nimmt den größten Teil der Darstellung das Kapitel über die Entscheidungssammlungen des Case Law und seine Sekundärliteratur ein, aber auch auf das Statute Law und seine Sekundärliteratur sowie sonstige Rechtsliteratur wird in kurzen Kapiteln näher eingegangen. Im abschließenden vierten Teil des Buches finden sich praktische Hinweise zur Lösung anglo-amerikanischer Rechtsfragen, so wird z.B. in einem Kapitel zu praktischen Methoden der Rechtsfindung im anglo-amerikanischen Recht der Aufbau einer anglo-amerikanischen Entscheidung erläutert, oder in das Prinzip des „shepardizens“, d.h. der Ermittelung, ob eine einschlägige Entscheidung noch geltendes Recht ist, eingeführt. In einem weiteren Kapitel wird schließlich auch die computergestützte Recherche mit LexisNexis, Westlaw oder Lawtel erläutert. Die Kapitel des Buches sind meist zweigliedrig aufgebaut – zunächst wird auf die entsprechende Situation in England eingegangen, gefolgt von einer Darstellung der Verhältnisse in den Vereinigten Staaten. Diese Darstellungsweise ermöglicht es dem Leser auf einfache Weise, die Entwicklung des Common Law nachzuvollziehen und wichtige Unterschiede zwischen dem englischen und amerikanischen Recht zu erkennen. Wie bereits oben erwähnt, nimmt die Darstellung des Case Law einen großen Teil innerhalb des Buches ein, was aufgrund der Tatsache, daß dieses den großen Unterschied zu den kontinentaleuropäischen Rechtsordnungen darstellt, sehr zu begrüßen ist. Beachtet werden sollte allerdings, dass es sich bei “Einführung in das anglo-amerikanische Recht” nicht um eine Fallsammlung zum anglo-amerikanischen Recht handelt, sondern vielmehr um eine Darstellung, die neben einem ersten Einblick in die Entwicklung und den Aufbau des Common Law dem Leser vor allem den zukünftigen Umgang mit anglo-amerikanischen Entscheidungen erleichtern soll.
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