Zusammen mit Deutschland stellt Frankreich heute einen der Motoren der europäischen Integration und stellt damit eine Vorreiterrolle dar. Nicht umsonst wird die deutsch-französische Zusammenarbeit als Kernstück der europäischen Einigung gesehen. In fast allen wichtigen Fragen, die im Rat der Europäischen Union diskutiert werden, arbeiten beide Länder eng zusammen und stimmen sich politisch ab. Das Treffen des deutsch-französischen Ministerrates ist mit eines der sichtbarsten Signale der „amitié franco-allemande“ - der deutsch-französischen Freundschaft - die sich über Jahrzehnte verfestigte und Frankreich zu Deutschlands engsten und wichtigsten Partner in Europa machte.
Vor diesem Hintergrund erschien es uns längst überfällig, sich näher mit der Rechtsordnung unseres Nachbars zu beschäftigen mit dem Deutschland wie mit keinem anderen Land so intensive Beziehungen pflegt. Mit einem rechtsvergleichenden Artikel wollen wir beschreiben, wie teilweise ähnlich die Lösungen beider Rechtsordnungen auf die verschiedenen juristischen Probleme ausfallen, wie unterschiedlich jedoch gleichzeitig die Wege zu diesen Lösungen sein können. Daher freuen wir uns auch besonders, dass wir gerade französische Jurastudenten gewinnen konnten, die uns bei dieser Ausgabe unterstützten.
Über die rein juristische Betrachtungsweise hinaus beschreiben zwei deutsche Studenten, wie sie Frankreich in ihrem ERASMUS Jahr kennen gelernt und wie sie ganz persönlich die „deutsch-französische Freundschaft“ erlebt haben.
Abgerundet wird die Ausgabe durch ein Interview mit Prof. Dr. Bauerreis. Im Gespräch mit Freilaw berichtet er über seine Tätigkeit als deutscher Rechtsanwalt und französischer Avocat und wie unterschiedlich der deutsche und der französische Gerichtsalltag sein kann.
Wir wünschen euch viel Spaß bei der Lektüre!