Einführung

Ausgabe 2/2011 – Schwedisches Recht

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Ein bereits fester Bestandteil unser jährlichen Ausgaben ist eine Ausgabe zum ausländischen Recht. Wie auch schon in den Jahren zuvor, planten wie auch dieses Jahr eine solche Freilaw- Ausgabe.
So traf es sich so gut, dass einige unserer Redakteure bereits ein Auslandsjahr im Skandinavischen Raum verbracht hatten und einiges zu…

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Freilaw Thema

Einführung in das schwedische Kartellrecht mit Vertiefungshinweisen

von univ. adj., int. am., Ref. jur. Johannes Lerm,  Universität Linköping, Schweden

Mit diesem Artikel soll ein erster, allgemeiner Überblick über das schwedische Kartellrecht vermittelt und dem Leser Vertiefungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Die kursiv in Klammern geschriebenen Worte geben jeweils die schwedischen Fachausdrücke wieder. Bezüglich der Verwendung einiger Fachausdrücke ist folgendes zu bemerken: Das Kartellrecht wird in Schweden als „Wettbewerbsrecht“ (konkurrensrätt), der weiterführende Begriff Wettbewerbsrecht (der u.a. auch Regelungen zum unlauteren Wettbewerb, irreführender Werbung, usw. enthält) als „Marktrecht“ (marknadsrätt) bezeichnet. Das Kartellrecht ist hauptsächlich im Wettbewerbsgesetz (konkurrenslag) geregelt.

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Freilaw Thema

Notes on the Independent Life of Statutes of Limitation

von Dr. Herbert Jacobson,  Universität Linköping, Schweden

To say that the legal order of a country is a mirror of the society sounds like a truism and is one as well. This observation is however put forward to students and may sometimes be heard on more solemn occasions, when a speech is held to celebrate a great legal scholar or a famous legal institution. These are difficult concepts, even though the observations are appropriate. For the great majority of legal work however, these notions are to abstract and theoretical to be used for practical purposes. For legal practitioner it is more important to be able to distinguish a courts case to fit a certain line of arguments or to find a witness who can corroborate a statement of fact.

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Öffentliches Recht

Verfassungsrechtliches Sommergespräch mit Prof. Dr. Friedhelm Hufen

geführt vonstud. jur. Theresa Rath und stud. jur. Matthias Runge-Rannow Universität Freiburg

An einem schönen Frühsommertag sind wir bei dem Verfassungsrechtler und Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht an der Johannes-Gutenberg Universität Mainz, Prof. Dr. Friedhelm Hufen, in seinem Schwarzwälder Ferienhaus zu einem Interview eingeladen. Professor Hufen war als Verfahrensbevollmächtigter der Fraport AG am Verfahren des Bundesverfassungsgerichts über die Versammlungsfreiheit im Frankfurter Flughafen (1 BvR 699/06) beteiligt.

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Öffentliches Recht

Buchbesprechung: Hillgruber/Goos: Verfassungsprozessrecht

von stud. jur. Tim Hagenbruch,  Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Das Verfassungsprozessrecht zählt zu den Rechtsgebieten, bei denen sich Studenten fragen, ob man tatsächlich ein Lehrbuch gelesen haben muss, um das schein- bzw. examensrelevante Wissen für dieses Fach zu haben. Gemäß § 8 Abs. 2 Nr. 9 JAPrO Baden-Württemberg gehört es zu den Fächern, die nur „im Überblick“ beherrscht werden müssen. Gerade denjenigen, die einen Schwerpunktbereich auf dem Gebiet des Öffentlichen Rechts gewählt haben, sei die Lektüre eines Lehrbuchs zu diesem Rechtsgebiet dennoch wärmstens empfohlen. Aber auch diejenigen, die mit dem Öffentlichen Recht nichts „am Hut“ haben, sollten es sich zwei Mal überlegen, ob sie gerade im Bereich des Verfassungsprozessrechts „auf Lücke“ setzen wollen. Zwar besteht man Klausuren im Öffentlichen Recht nicht alleine mit der Zulässigkeit, aber drei Erwägungen sprechen dafür, sich mit dem Verfassungsprozessrecht zu beschäftigen.

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Arbeitsrecht

Der Emmely-Fall: Viel Lärm um nichts ?!

von stud. jur. Tobias Mandler, Universität Freiburg

Am 10.06.2010 entschied das Bundesarbeitsgericht in Erfurt über eine Frage, die bis dahin innerhalb der Gesellschaft und Wissenschaft kontrovers diskutiert worden war und die Gemüter erhitzt hatte[1]. Es handelte sich dabei abstrakt um die Fragestellung, ob es einem Arbeitgeber möglich ist einem Arbeitnehmer wirksam fristlos zu kündigen, wenn (der Verdacht besteht, dass) der Arbeitnehmer das Vermögen des Arbeitgebers durch ein „Bagatelldelikt“ um einen geringen Betrag, hier 1,30 €, vermindert hat. Das Bundesarbeitsgericht entschied dazu, dass die Möglichkeit des Arbeitgebers im konkreten Einzelfall nicht bestand und sowohl die ausgesprochene fristlose als auch die hilfsweise erklärte ordentliche Kündigung unwirksam sei. Ob die Antwort und die Argumentation des Bundesarbeitsgerichts aber überzeugen kann und inwieweit die Entscheidung Einfluss auf die arbeitsrechtliche Praxis haben wird, soll hier im Folgenden dargelegt werden.

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Studieren in Freiburg

Erfahrungsbericht über das studieren in Deutschland

von Hanna Wennerlund

Die Zeit geht extrem schnell vorbei. Ständig steht man vor neuen Möglichkeiten und Entscheidungen, die die Zukunft verändern können. Jetzt ist es schon fast zwei Jahren her, dass ich meine Koffer in Schweden gepackt habe um spannende Erfahrungen beim Studium in Freiburg und Deutschland zu sammeln.

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Studieren in Freiburg

Juristische Grundzüge für die Mittelstufe – ein Projekt in Rumänien

von Raluca Georgiana Scarlat,  Universität Freiburg

Wo fängt das demokratische und verantwortungsbewusste Bürgerdenken an und welches sind die ersten Schritte zu einem selbstbestimmten Volk?
Vor zwei Jahren zog ich für mein Studium von Rumänien nach Deutschland und erlebte, dass man sich als Jurastudentin aus einem ehemaligen sozialistischen Land mühsam an die für uns utopisch anmutenden Realitäten und Denkweisen gewöhnen musste. Häufig ließen sich die mir hier vermittelten Gedanken nur schwer mit dem in meiner Heimat Erlernten vereinbaren und der oft beschworene Mentalitätsunterschied zwischen Ost- und Westeuropa schien mir nicht aus der Luft gegriffen. Bei uns fällt es den Bürgern schwer zu glauben, dass sie die Macht haben, etwas verändern zu können.

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