1/2016 – Tatort Internet

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Das Strafrecht ist grundlegend für ein geordnetes menschliches Zusammenleben. Strafrechtliche Fälle sind oft politisch brisant. Über kein anderes Rechtsgebiet berichten die Medien so intensiv. Die Frage nach der Gerechtigkeit stellt sich im Strafrecht in besonderem Maße. In diesem Sinne sagte John F. Kennedy einst: „Das Leben ist ungerecht, aber denke daran: nicht immer zu deinen Ungunsten.“
Dessen Bedeutsamkeit zu Grunde gelegt, legt Freilaw den Schwerpunkt der Ausgabe 01/2016 auf das Strafrecht. Bewusst hat sich die Redaktion gegen einen konkreten Themenschwerpunkt entschlossen. Durch die abstrakte Festlegung auf das Rechtsgebiet können verschiedenste Aspekte des Strafrechts beleuchtet werden, was einen Schluss auf dessen Komplexität zulässt. So haben in diese Ausgabe wirtschaftsstrafrechtliche, computerstrafrechtliche, strafprozessrechtliche sowie kriminologische Themen Eingang gefunden:
Sarina Gäckle thematisiert in unserem Leitartikel den „Tatort Internet“, indem sie sich mit der Verantwortlichkeit von Internetprovidern auseinandersetzt.
Philipp Preschany befasst sich mit der Frage, ob eine Verdachtsberichterstattung die Maxime der Unschuldsvermutung gewährleistet.
Merve Yolacan erläutert strafprozessuale Kompetenzkonflikte in Europa.
Unter Bezugnahme auf den „Entwurf eines Gesetzes zur Einführung der strafrechtlichen Verantwortlichkeit von Unternehmen und sonstigen Verbänden“ vom 18. September 2013 fragt Timo Stockmann nach der strafrechtlichen Verantwortlichkeit von Unternehmen.
Julian Busche legt bildgebende Verfahren, die Beweisführung und Glaubwürdigkeit im deutschen Strafprozess dar.
Über den strafrechtlichen Schwerpunkt hinaus, bespricht Matthias Klatt das neue Urteil des BVerfG zum Europäischen Haftbefehl.
Aleksandr Kuvshinov widmet seinen Artikel dem Vergleich des obersten Beamten in Russland mit dem Ministerpräsidenten in Deutschland.
Außerdem möchte Freilaw zukünftig alternative Berufswege für Juristen vorstellen. Sonja Bühler stellt in dieser Ausgabe den Berufsstand des Mediators vor und hat zu diesem Zwecke ein Interview mit Dr. Jan Malte von Bargen geführt.
Als historischen Juristen präsentiert Sarah Baukelmann Michael Angelo Musmanno (1897-1968), der sich zeitlebens gegen politischen Extremismus engagierte.
Abgerundet wird die Ausgabe 01/2016 durch eine Examensklausur mit polizeirechtlichem Schwerpunkt von Dr. Klaus Krebs sowie einer Rezension von Frederik Orlowski zu „Gerrit Manssen, Staatsrecht II, Grundrechte, C. H. Beck Verlag München 2015“ und einer solchen von Friederike Düppers zu „Kaiser/Kaiser/Kaiser, Die Zivilgerichtsklausur im Assessorexamen – Band I“.
Viel Spaß beim Lesen wünscht eure Freilaw-Redaktion!